###

Che Bandoneón! Workshop

Wann: Do 12.09.2019, 18:00 Uhr
Wo: Folkloresaal

2019 jährt sich zum 25. Mal die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires. Dieses Jubiläum nehmen das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung und das Ibero-Amerikanische Institut, beides Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zum Anlass, sich mit dem Bandoneon zu beschäftigen.

An der Geschichte des Instruments zeigt sich die besondere Beziehung beider Städte und Länder. In Deutschland von Carl Friedrich Uhlig in Chemnitz und von Heinrich Band in Krefeld um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Deutschen Concertina entwickelt, gelangte das Bandoneon um 1870 vermutlich über Einwanderer nach Argentinien, wo es zum zentralen Instrument des Tango wurde. Bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Bandoneon in Deutschland zum Grundinstrumentarium von Tanz- und Unterhaltungskapellen. Die Harmonikabranche entwickelte sich zu einem außerordentlich erfolgreichen Produktionszweig der Musikinstrumentenindustrie, der erst mit dem Aufkommen billiger elektronischer Musikinstrumente ein jähes Ende fand. Heute gibt es nur noch wenige deutsche Bandoneonbauer. Der Berliner Bandoneonbauer und -virtuose Klaus Gutjahr gehört dazu. In diesem Workshop gibt er Einblicke in Geschichte, Musik und Spielweise des Bandoneons. Aktive Bandoneon-Spieler sind mit ihren Fragen ebenso herzlich willkommen wie jeder Musikinteressierte!

Die   Ausstellung und Veranstaltungsreihe "Che Bandoneón!" wird gemeinsam von Ibero-Amerikanischem Institut und Musikinstrumenten-Museum in Kooperation mit dem Tango- und Bandeoneonmuseum Staufen gestaltet und unterstützt von der Botschaft von Argentinien.

Eintritt frei!


Deutsche Konzertina, gebaut zwischen 1840 und 50 von Carl Friedrich Uhlig